25. September – Tag der Zahngesundheit

20. September 2022

An diesem Sonntag feiern wir in Deutschland ein ganz besonderes Jubiläum – denn der Tag der Zahngesundheit wird 25. Geplant sind an diesem Tag deutschlandweit tausende kleinerer und größerer Veranstaltungen, die eines gemeinsam haben: über Zahn- und Mundgesundheit aufzuklären, Tipps zur Pflege zu geben und so das Thema ins öffentliche Interesse zu rücken. Ein durchaus wichtiges Thema – denn wer gesunde Zähne hat, der freut sich nicht nur über eine höhere Lebensqualität, sondern schützt sich auch vor anderen Krankheiten. Daher lautet auch das Motto seit 2015: „Gesund beginnt im Mund“: Ins Leben gerufen wurde dieser Tag 1990 von einem Bündnis aus Zahnärzten und Krankenkassen. Seitdem haben die Initiatoren viel bewirkt: Das Bewusstsein, mindestens zweimal am Tag die Zähne zu putzen und auch Zahnseide zu verwenden, ist bei fast jedem Menschen hierzulande fest verankert. Dennoch bleibt der Tag von Bedeutung, da die Zahnmedizin gerade bei der Behandlung von Kindern immer wieder vor neuen Herausforderungen steht.

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Was die Zahnputzhäufigkeit über uns verrät

5. September 2022

Wie oft putzen wir unsere Zähne und was sagt das über uns aus? Um diese Fragen zu beantworten, hat das Magazin WirtschaftsWoche eine Datenbank erstellt und so die Vorlieben von Viel- und Wenigputzer miteinander verglichen. Demnach macht gut einem Drittel das Zähneputzen Spaß. Genauso viele putzen sich zweimal täglich die Zähne, 25 % nur einmal oder weniger. Darüber hinaus zeigte sich, dass Wenigputzer häufiger Single sind und über ein geringeres Nettoeinkommen verfügen, sich eher für die Fußball-WM interessieren und Fastfood häufiger konsumieren als die Vielputzer. Diejenigen, die sich seltener die Zähne putzen, erkennt man übrigens auch an ihrem Schreibtisch: Nur 19 % der Wenigputzer sorgen für einen ordentlichen Arbeitsplatz. Das wichtigste Resultat ist jedoch, dass die, die öfters ihre Zähne putzten, weniger Probleme mit der Zahngesundheit hatten. Der Deutsche Zahnärzteverband empfiehlt zwei- bis dreimal Zähneputzen am Tag.

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Maya: Zahnschmuck mit Hygiene-Wirkung

22. August 2022

Schmuck auf den Zähnen ist in unseren Breitengraden eher selten. Man kennt es höchstens in Form von Edelsteinen in den Gebissen von US-Rappern oder als kleine Glitzersteinchen, die sich Teenager auf ihre Zähne kleben. Bei den Maya hingegen hatte Zahnschmuck eine größere Bedeutung: Sie trugen verzierte Steine aus Jade, Türkis oder Pyrit auffällig auf ihren Vorderzähnen, was hauptsächlich religiösen Zwecken dienen sollte. Wie Wissenschaftler um die Biochemikerin Gloria Hernández-Bolio nun herausfanden, hatte vor allem der dabei verwendete Kleber aber auch Auswirkung auf die Zahnhygiene. Um die Verzierungen an den Zähnen anzubringen, setzten die Maya nämlich Saft aus der Birkenrinde und Minzöl ein – beides Stoffe, die zahnschützend und desinfizierend wirken. Dementsprechend wird den Maya auch eine besonders gute Zahnhygiene nachgesagt. Wer heutzutage aber Zahnschmuck tragen möchte, der sollte das professionell vom Zahnarzt machen – und statt Birkenrindensaft seine Zähne lieber mit Zahnpasta, Zahnbürste und Zahnseide pflegen.

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Mundkrebsfrüherkennung bald per App möglich?

5. August 2022

Bei der Früherkennung von Mundkrebs ist nach wie vor die visuelle Untersuchung durch einen Arzt der Goldstandard. Bisher haben sich dabei lichtbasierte Verfahren und auch die Analyse von Biomarkern nicht durchsetzen können. Hoffnung macht nun allerdings eine aktuelle Studie: Diese zeigt, dass eine spezielle KI-gestützte Software Bilder analysieren kann, die zuvor mit einer Smartphone-App aufgenommen wurden – und zwar mit einer „klinisch relevanten“ Sicherheit, so die Autoren der Studie. Allerdings können einige Bereiche noch nicht gut genug fotografiert werden (Zungengrund, etc.). Daher wird es wohl noch einige Zeit dauern, bis die Mundkrebsdiagnose per App möglich sein wird.

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Großbritannien: Kindern fehlt es an Zahnärzten

20. Juli 2022

Kinder in Calderdale im Norden Großbritanniens haben ein großes Problem: Sie haben keinen Zugang zu zahnärztlichen Behandlungen. Das bemängelt die British Dentist Association (BDA) laut einem Bericht der BBC. Demnach seien bereits durch die Coronapandemie viele Zahnarzttermine ausgefallen. Doch auch nach Ende des Lockdowns hätten die Kinder der örtlichen Trinity-Academy-Grundschule keine Möglichkeit, zum Zahnarzt zu gehen. Die erhöhten Fälle an Karies und anderen Erkrankungen wirkten sich auch auf die Lernfähigkeit der Kinder aus. Als die Lehrer Alarm schlugen, versorgten zunächst Dentaid und andere Wohltätigkeitsorganisationen im Rahmen eines zweiwöchigen Besuchs die Zahnleiden der Kinder. Eine langfristige Lösung der Situation ist jedoch noch nicht gefunden. Demgegenüber ist die Situation hierzulande zum Glück weitaus besser: Kinder können ohne große Probleme zum Zahnarzt und einen Termin vereinbaren. Was sie auch regelmäßig tun sollten – denn gerade durch Vorsorgeuntersuchungen können viele Krankheiten bereits im frühen Stadium verhindert werden und die Kinder so gesund bleiben.

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Geheimnis des Dentins: enorme Belastbarkeit durch Nanostruktur

5. Juli 2022

Auch wenn sie oft durch Krankheiten wie Karies und Plaque angegriffen werden, so sind unsere Zähne dennoch enorm belastbar, widerstandsfähig und langlebig: In der Regel behalten wir nach dem ersten Zahnwechsel unsere „festen“ Zähne unser ganzes Leben lang. Woran das liegen könnte, fanden nun Forscher um Paul Zaslansky vom Julius Wolff Institut der Berliner Charité heraus: Das zahneigene Dentin, eine knochenähnliche Zahnsubstanz, verfügt offenbar über eine ganz besondere Nanostruktur, die ihm diese besondere Widerstandskraft verleiht. Dabei untersuchten die Wissenschaftler das Dentin mithilfe von Synchronstrahlungen. Sie entdeckten ein engmaschiges Netz aus Kollagenfasern, in welches winzigste Mineralteilchen eingebettet sind. Das Dentin, auch Zahnbein genannt, liegt unterhalb des Zahnschmelzes und gibt so den Zähnen Stabilität von innen.

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Ameisen: Zähne aus Metall

20. Juni 2022

Ameisen sind wahre Wunder der Natur: So können sie nicht nur das Vierzigfache ihres eigenen Körpergewichts tragen, sondern brauchen auch beim Zerbeißen von Pflanzen oder Insektenpanzern 60 Prozent weniger Kraft als andere Tiere. Woran das liegt, fand eine Forschungsgruppe um den Wissenschaftler Robert M. Schofield von der University of Oregon heraus. Der Zahnschmelz von Ameisen besteht nicht aus Kristallen auf reiner Proteinbasis, sondern aus einer homogenen Mischung aus Proteinen und Metallatomen wie Mangan und Zink. Dadurch sind ihre Zähne nicht nur äußerst hart, sondern auch extrem scharf – was zu dem deutlich geringeren Kraftaufwand führt. Doch damit noch nicht genug: Diese „Metallzähne“ haben sogar die Fähigkeit, kleine Risse von selbst zu reparieren.

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Karies durch Zucker: ein 54 Millionen Jahre altes Problem

05. Juni 2022

Wer zu viel Süßes konsumiert und seine Zähne zu schlecht putzt, der bekommt Karies – das weiß heutzutage jedes Kind. Doch mit diesen Problemen hat nicht nur der moderne Mensch zu kämpfen, sondern auch schon unsere Urahnen vor 54 Millionen Jahren. Wie die Anthropologen Mary Silcox und Keegan Selig von der University of Toronto Scarborough herausfanden, haben sich diese frühen Primaten offenbar sehr obst- und zuckerreich ernährt und dadurch vermehrt Karies bekommen. Sie untersuchten dabei über 1030 fossile Gebisse aus dem US-Bundesstaat Wyoming. Zudem fanden die Forscher heraus, dass sich die Essgewohnheiten der Spezies nach einer gewissen Zeit wieder änderte, weniger obst- und zuckerlastig wurde und damit auch die Anzahl der an Karies erkrankten Gebisse wieder abnahm. Die Forscher vermuten, dass sich ein verändertes Klima auf das Nahrungsangebot ausgewirkt hatte – und somit quasi indirekt zu mehr Karies führte.

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Kariesrisiko: Speicheltest bringt Klarheit

20. Mai 2022

Dass der Speichel für die Zahn- und Mundgesundheit enorm wichtig ist, ist Wissenschaftlern und Ärzten längst bekannt: Er wirkt nicht nur desinfizierend, sondern neutralisiert auch jene Säuren, die für den Zahnschmelz gefährlich sein können. Andererseits enthält er auch schädliche Bakterien, die bei mangelndem Zähneputzen die Zähne angreifen und für Karies sorgen können. Mit einem Test können Zahnärzte die Anzahl dieser Bakterien nun bestimmen – und so das Risiko für Karies abschätzen. Dabei dauert der Test für den Patienten in der Zahnarztpraxis nur wenige Minuten, bevor die Probe ins Labor geht. Über die Anzahl der Kariesbakterien können Ärzte dann Rückschlüsse auf das Kariesrisiko ziehen. Der Test ist derzeit allerdings noch sehr kostenintensiv und wird von den Kassen nicht übernommen.

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Zahnatlas: Warum wir in Deutschland so gute Zähne haben

05. Mai 2022

Deutschland darf sich freuen: Denn laut dem „Atlas der Zahngesundheit“ geht es den Zähnen der Deutschen so gut, dass wir im Vergleich mit 25 anderen europäischen Ländern auf dem zweiten Platz liegen – knapp hinter Portugal. Dabei wurden die zahnmedizinische Versorgung, für Zähne schädliche Essgewohnheiten sowie die Zahngesundheit von Kindern verglichen. Das Ergebnis zeigt, dass sich die Zahngesundheit seit den 1980ern stark verbessert hat: „Damals war Deutschland noch Kreisklasse, was Mundgesundheit angeht. Heute gehören wir zur Weltspitze.“, so Prof. Christoph Benz, Präsident der Bundeszahnärztekammer (BZAK). Das zeigt sich unter anderem darin, dass immer weniger Menschen ein Gebiss benötigen und ihre natürlichen Zähne bis ins Rentenalter behalten können. Oder auch darin, dass Teenager hierzulande deutlich weniger Zähne mit Karies aufweisen: Gerade einmal 0,5 kariöse Zähne haben deutsche 12-Jährige im Durchschnitt, wohingegen es in der Slowakei bereits 5 sind.

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Zahnstein löst Rätsel aus Bronzezeit

20. April 2022

Die erste auf europäischem Boden beheimatete Hochkultur aus der Bronzezeit war die mykenische. Sie ist nicht nur für ihre herausragenden Kunstwerke bekannt, sondern auch für die erste „Massenproduktion“ an Keramikgefäßen, Schwertern und mehr. Dabei blieb die Frage lange unbeantwortet, wie vor mehr als 3000 Jahren überhaupt eine solche Massenproduktion bewerkstelligt werden konnte. Die Antwort hat nun ein Forscherteam um Philipp Stockhammer von der Ludwig-Maximilians-Universität München gefunden – im Zahnstein von Personen, die um diese Zeit im Mittelmeerraum gelebt haben. Eigentlich wollten die Forscher dabei untersuchen, was die Menschen damals gegessen haben. Dabei fanden sie in den Proben aber auch Ruß und Abgase, die nur durch das Einatmen von Braunkohlerauch in den Mund gekommen sein können. Die hohe Konzentration lässt auf eine systematische Verwendung von Braunkohle schließen – und damit auch auf eine erste, industrielle Produktion. Bisher hatte man angenommen, dass die Benutzung von Braunkohle erst gut 1000 Jahre später einsetzte.

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